#Kinderlosen Einkommensabzüge ...

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stiff ingot
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Ich lebe leider hinter dem Mond und wusste tatsächlich bis vor kurzem nichts davon. Sind die kinderlosen Einkommensabzüge, die im deutschen Steuersystem vorgesehen sind, aus eurer Sicht legal und fair? Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es, um gegen diese Abzüge vorzugehen?

Warum straft man Menschen mit Einkommensabzügen ab, die keine Kinder habe, keine wollen, oder keine bekommen können?
Könnte es als diskriminierend empfunden werden? Wenn Menschen aufgrund ihres "keine" Kinderwunsches oder ihrer Unfruchtbarkeit mit höheren Abgaben belegt werden?
Wie ist überhaupt die Erfolgsaussicht, wenn man dagegen Klagen möchte.
Es bezahlt fast jeder Steuer für die sozialen Leistungen und Infrastrukturmaßnahmen, und andere Steuern, die Pflegeversicherung, Sozialversicherung und was weiß ich ...

Kommt das Kindergeld aus den kinderlosen Einkommensabzügen zusammen?
Fragen über Fragen 🤔
Habe auch nicht wirklich viel nachgeforscht oder kaum, hoffe nimmt mir keiner übel 😂

Oder sehe ich das viel zu hart?
Na ja, immerhin bezahlen wir, ob jetzt kinderlose, oder auch nicht kinderlose, alle bereits sehr viel Geld.

warm sparrow
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das dreht sich doch "nur" um die Pflegeversicherung, oder?

stiff ingot
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Die ist doch für dich selbst da? Aber die Kinderlosen Einkommensabzüge, sind für andere da, glaub ich. Ich weiß es nicht so genau, aber denke mir mal, die sind wie oben geschrieben für soziales/infrastruktur und kA noch da 🤔

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oder warte mal, werden die Kinderlosen Einkommensabzüge, Pflegeversicherung genannt? Das würde wieder sinn machen, weil das auf meiner Gehaltsabrechnung drauf steht. Aber auf der anderen Seite klingt es eher nach etwas, was mir später die Pflege bezahlt, oder sich etwas darum kümmert.

warm sparrow
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ich weiß nur, dass die Pflegeversicherung für Kinderlose höher ist. Welche anderen Fälle kennst Du?

stiff ingot
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das macht wieder herum Sinn, also das Kinderlose da etwas mehr einzahlen, da es ich glaube für die Person selbst zugutekommt? Ich hatte eher angenommen, dass neben der Steuer, Krankenversicherung, Sozialversicherung, Pflegeversicherung auch nochmal eine separate Steuer abgezogen wird, die nur Kinderlose blechen je nach Einkommen. Die Pflegeversicherung zieht ja glaube ich 3,4 % ab, aber das Kinderlosen abzug ding 0.35% oder so? 🤔

warm sparrow
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aktuell noch 3,05%, Kinderlosenzuschlag 0,35%. Geplant ab 1.7.2023: 3,4%/0,6%.

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Ob letzteres dann noch grundgesetzvereinbar ist? Warten wir's ab

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(von den 3,05%/3,4% zahlt der AG die Hälfte - den kinderlos-Zuschlag nicht. Das wäre also künftig 35,3% höhere Abzüge für Kinderlose statt bisher 23,0%)

wanton skiff
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Die "Ungleichbehandlung" der Kinderlosen bei der Pflegeversicherung hat das Verfassungsgericht nochmals abgesegnet, daher bezahlen Kiinderlose immer noch mehr und Menschen mit mehr Kindern noch weniger als bisher.

Kindergeld / Kinderfreibetrag stellt das Existenzminmum (genau wie der Grundfreibetrag) der Kinder steuerfrei.

Weitere "Nschteile" haben kinderlose (bisher) nicht, höhere Rentenbeiträge waren mal im Gespräch.

warm sparrow
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ja, dass es eine Ungleichbehandlung gibt ist abgesegnet, bzw. das BVerfG hat sogar bemängelt, dass Personen mit einem Kind dasselbe zahlen wie mit mehreren Kindern.
Die Frage ist, bis zu welcher Höhe das gerechtfertigt ist. Man könnte ja prinzipiell Personen mit Kindern auf wausi Null setzen und alles die kinderlosen bezahlen lassen - das wäre aber vermutlich nicht durchgegangen

stiff ingot
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O.o

warm sparrow
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und eigentlich wäre ja sinnvoll, endlich Eltern den Aufwand durch Kinder endlich halbwegs adäquat zu ersetzen, ggf. mit einem gewissen "Vergnügungssteueranteil" (Kinder zu haben ist für viele ja eine Freude und keine Last). Dann wäre auch keine unterschiedliche Behandlung nötig

stiff ingot
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Also müssen wir 4 oder 5 versicherungen zwangshaft bezahlen ( hab die steuermit eingezählt Steuerm pflege, krankev, sozialv, arbeitslosenveri) ? Und Kinderlosen abzüge sind ein teil von pflege und sozial? Weil ich die nicht auf meinen einkommen sehe, oder was genau steht bei der Art von abzügen?

warm sparrow
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das steht da:

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schau doch einfach mal Deine letzte Lohn- oder Gehaltsabrechnung an...

stiff ingot
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muss ich mal nacher schauen 🤔 meine aber nicht daher bin ich auch verwirrt, aber sicher bin ich mir nicht 😂

warm sparrow
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die 6 steht nur bei der Pflegeversicherung:

stiff ingot
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Schon hart, wenn man bedenkt, je nachdem was für n Einkommen man hat, es im Jahr vielleicht 200 Euro sind, für was genau zahlt man da eigentlich, zumindest dachte ich, wie oben geschrieben, es geht was für Infrastruktur und soziale Leistungen drauf, hatte es eben gegoogelt, aber so Sachen wie "Soziale Pflegeversicherung: Warum kinderlose mehr zahlen" usw. zu lesen bekommen, aber nichts Genaueres. 🤔

warm sparrow
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Pflegeversicherung ist wie der Name sagt für die Pflege, wenn Du also Dich nicht selber (komplett) versorgen kannst. Sowohl im Alter als eben auch falls das - warum auch immer - in jungen Jahren nötig ist.
Der Unterschied von maximal wenigen 100 Euro im Jahr kommt daher, dass Familien mit Kindern einen höheren Aufwand durch die Kinderbetreuung haben, was honoriert werden soll.
Mehr steckt da nicht dahinter.

wanton skiff
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Früher war das anders: Die Familien lebten oft zusammen, und die Kinder übernahmen die Pflege der Eltern im Alter. Das ist heute vielfach (nicht komplett, sonst wäre die Pflegeversicherung schon lange pleite) anders, weshalb es für Kinderlose (die haben keine Kinder zum Pflegen) höhere Beiträge gab.

Die Zahl der Pflegebedürftigen (die Leute werden immer älter) steigt, und wenn du Leute fragst, ob die Pflegekräfte mehr verdienen sollen, ist da jeder sofort mit einverstanden. Das das dann kostet, will aber keiner sehen (frag mal, was die Leute von Beitragserhöhungen halten).

Ein Heimplatz für Pflegestufe 2 kostet je nach Heim und Bundesland zwischen 3.000 und 4.000 Euro im Monat, davon zahlt die Pflegekasse 700 - 1000 somit noch nichtmals, die kompetten Pflegekosten.

warm sparrow
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zudem kommt dazu, dass in den wenigsten Fällen die Kinder noch am Ort wohnen - oder gar Platz in der eigenen Wohnung

limpid saffron
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Je nach Pflegefall braucht man aber mehr als nur Platz in der Wohnung.